Alfred A. Tomatis

Alfred A. Tomatis kam 1920 in Nizza nach einer ungewollten Schwangerschaft als Siebenmonatskind zur Welt. Aufgrund seiner schwachen Konstitution wurde er zuerst für tot gehalten. Seine Großmutter merkte jedoch, dass Leben in ihm steckte und päppelte ihn mühsam auf. Auch später war sie es, die sich um seine Entwicklung sorgte. In der Schule wurde er für schwach begabt gehalten, was ihn jedoch nicht daran hinderte, mit elf Jahren alleine nach Paris zu seinem Vater, einem Opernsänger, zu ziehen. Hier ging Tomatis weiter zur Schule, legte sein Abitur ab und studierte Medizin. Schon mit 24 Jahren hatte er auch seine Spezialisierung als HNO-Arzt beendet. Seine erste Anstellung fand er in einer Fabrik für Flugzeugturbinen, wo er Hörtests für die Fabrikarbeiter und für Flugzeugpiloten durchzuführen hatte. Hier brachten ihn langjährige Forschungen zur Entwicklung seiner APP (Audio – Psycho – Phonologie)-Therapie, die später auch oft als Tomatis- oder Mozart-Therapie bezeichnet wurde. Diese Therapie ermöglichte die Behandlung von auditiven Wahrnehmungsstörungen und den damit verbundenen Verhaltensauffälligkeiten.

Als Anerkennung für seine Entdeckungen bekam er 1951 die Ritterwürde für die öffentliche Gesundheit in Frankreich verliehen. Später erhielt er die Goldmedaille für wissenschaftliche Forschung (Brüssel 1958).

Tomatis hat vielen berühmten Persönlichkeiten mit seiner Hörtherapie geholfen. Die meisten wollten anonym bleiben, aber manche haben sich öffentlich dazu bekannt. Zu Ihnen gehörten unter anderen Maria Callas, Gerard Depardieu, Romy Schneider, Placido Domingo, Juliette Binoche und der Rockmusiker Sting.



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