Horchtraining

Ablauf des Horchtrainings

Zu Beginn des Horchtrainings erfolgt eine ausführliche Erstuntersuchung mit Beratung und Abklärung der Probleme.

Hierzu wird ein psychologischer Hörtest gemacht, dessen Interpretation die Problembereiche aufzeigt und die Lateralität (Seitigkeit) und Selektivität (Unterscheidungsfähigkeit von Tonhöhen) erfasst.

Anhand der Hörkurve wird dann ein individuelles Programm für das Hörtraining erstellt.

Kernstück des Horchtrainings ist das von Tomatis entwickelte „elektronische Ohr“. Mit diesem Gerät können bestimmte Frequenzen der Musikstücke oder der Mutterstimme verstärkt oder weggenommen werden. Durch den ständigen Wechsel zwischen zwei verschiedenen Kanälen werden dabei die Muskeln des Innenohres zu einer Microgymnastik angeregt und so ein Neuerlernen des Hörens ermöglicht. Dies führt dazu, dass man auf andere, richtige Art und Weise hören, sprechen, singen und sogar sich anders bewegen kann. Es werden spezielle Kopfhörer verwendet, die mit einem Vibrator, der die Schädeldecke berührt, auch einen Höreindruck über die Knochenleitung ermöglichen.

Das Hörtraining unterteilt sich in eine passive und eine aktive Phase.

In der passiven Phase wird das Gehör über spezielle Kopfhörer mit elektronisch gefilterten Tönen aktiviert.

Die aktive Phase beinhaltet Stimm-, Lese- und Singübungen unter dem „elektronischen Ohr“, welches die eigene Stimme gefiltert und verändert wiedergibt.

Der erste Block der Behandlung erstreckt sich über 15 Tage, in denen täglich zwei Stunden gehört wird.

Nach Pausen von sechs bis acht Wochen schließen sich weitere Blöcke von jeweils acht Tagen an, in denen ebenfalls täglich zwei Stunden gehört wird.

Während der Therapie werden immer wieder Hörtests gemacht, deren Interpretation den weiteren Verlauf des Programms bestimmen.

Was geschieht beim Horchtraining?

Während des Trainings können Kinder spielen, malen, basteln oder handarbeiten. Ein reichhaltiges Angebot steht dafür in der Praxis zur Verfügung. Aber auch Bilderbücher anschauen, ausruhen oder schlafen ist möglich. Das "sich Wohlfühlen"soll im Vordergrund stehen. Lesen, schreiben und rechnen beeinträchtigen den Therapieerfolg und sollten deshalb unterlassen werden. Unmittelbar nach den zwei Stunden Hören ist es günstig, wenn Kinder sich ausreichend bewegen können.



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