Theorie

Die Audio-Psycho-Phonologie entstand aus den Forschungsergebnissen des französischen HNO Arztes Dr. Alfred Tomatis. Bei seiner Arbeit als Arzt in einer Flugzeugfabrik entdeckte er die komplexe Wechselbeziehung von Hören, Stimme, Körper, Geist und Psyche.
Er bekam den Auftrag, Piloten der Luftwaffe auf ihre Hörfähigkeit zu testen und stellte dabei fest, dass die Piloten, die mit Leidenschaft Flieger waren, bessere Ergebnisse hatten, als diejenigen, denen das Fliegen "nur als Broterwerb" diente, und das, obwohl die Ohren beider Gruppen gleichermaßen durch Lärm geschädigt waren. Ein Effekt, den er mit dem "Hören wollen" in Zusammenhang brachte.
Aus dieser Erkenntnis und weiteren Forschungen entwickelte er die "Pädagogik des Horchens" und wurde zum Wegbereiter der Musik- und Klangtherapie, moderner Sprech- und Gesangsschulen sowie der pränatalen Psychologie.
Ausgangspunkt seiner Theorie war die Entdeckung, dass eine Veränderung der Hörfähigkeit automatisch eine Veränderung der Stimme und des Verhaltens zur Folge hat. Die Akademie der Wissenschaft anerkannte dieses Phänomen 1957 als "Tomatis-Effekt".
Das daraus entwickelte Horchtraining basiert auf den drei "Tomatis-Gesetzen:

Tomatis machte einen Unterschied zwischen den Begriffen "Hören" und "Horchen". Im Gegensatz zum Hören ist das Horchen ein aktiver, bewusster Selektionsvorgang.
Horchen bedeutet Aufmerksamkeit, Wachheit, Konzentration. Das Horchen zentriert den Körper, die Wirbelsäule richtet sich auf, die Ohren "spitzen" sich und der Gesichtsausdruck wird wach. Das Horchen setzt den ganzen Menschen in Bereitschaft.

"Die Funktion, auf die sich die gesamte menschliche Dynamik gründet, ist das Horchen. Dadurch wird die Sprache ausgebildet, das Denken beflügelt, das Bewusstsein tritt an die Stelle des Unbewussten, wahre Kommunikation wird möglich. Den Dialog annehmen und ermöglichen, mit den anderen einen Einklang herstellen, der von Verständnis und Liebe getragen ist, das ist Horchen."

Alfred A. Tomatis, Der Klang des Lebens

Die aktuelle Hirnforschung bestätigt heute, dass das analytisch-selektive Hören abhängig ist von der Fähigkeit, hinhören zu können- und nicht nur abhängig von der rein physiologischen Funktion des Ohres.

Tomatis drückte es so aus: "Ein schlechtes Ohr, das aktiv hören kann, ist einem sehr guten Ohr vorzuziehen, das nicht aktiv zu hören vermag".



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